Wir stärken persönliche Potentiale und wertschätzendes Miteinander

Jede und jeder ist nach unserer Ansicht befähigt, die Aufgaben, die das Leben stellt, auch zu meistern. Manchmal ist jedoch der Zugang zu den eigenen Fähigkeiten nicht bewusst oder man weiß nicht, wo man beginnen soll, benötigt eine helfende Hand.

Rush Hour

Es ist einfach zu viel los und das kleine rote Auto sitzt fest. Kein Vor und kein Zurück scheint möglich, und in der entsprechenden Schwierigkeitsstufe liegt der Ausweg auch nicht gerade auf der Hand.

Ausweglos! So oder ähnlich kann sich eine Situation anfühlen, in der sich die Arbeit türmt und man mehrere Züge auf einmal machen möchte, um endlich zum Ziel zu kommen. Läuft aber nicht so. Denn bei „Rush Hour“, dem Spiel mit dem roten Auto, muss ein Wagen nach dem anderen verschoben werden – und manchmal schiebt man sofort wieder zurück, weil sich die Aktion als Sackgasse erweist.

Ähnlich ist es im Unternehmen. Projekte sollen ins Rollen kommen, man möchte unbedingt wieder Fahrt aufnehmen, nicht nur bei Veranstaltungen und bei der Planung der Kundenfrequenz für angemessene Einkaufshöhen. Da ist aber auch noch das Hygienekonzept, sind die Infektionszahlen – sollte man also vielleicht doch digital …?

Zug um Zug! Bei „Rush Hour“ werden die Lücken genutzt, um Festgefahrenes in Bewegung zu bringen. „Aber die Lücke ist doch dort, wo ich sie gar nicht gebrauchen kann!“ Ja, ist eben so und funktioniert trotzdem. Wer bei „Rush Hour“ die unteren Stufen hinter sich hat, versucht sich ja auch freiwillig an „Advanced“ und höher. So machen Herausforderungen es auch im Unternehmen gerade spannend. Ausatmen, dranbleiben – und sich am (unternehmerischen) Spiel freuen!

Neues Gewöhnen

Die Post-Homeoffice-Zeit ist da. Was aber manche herbeigesehnt und andere befürchtet haben, führt in Unternehmen dazu, dass es überraschend ruckelt. Davon sind Distanz-Befürworter und Gegner ebenso betroffen wie geteilte Teams, die plötzlich wieder gemischt werden.

Nach so langer Zeit ist die aus der Sozial- und Verhaltensforschung bekannte Gewöhnung eingetreten. Kurz gesagt: Wer allein in der Firma gearbeitet hat, konnte problemlos jede Tasse für den Kaffee nehmen. Jetzt gibt es wieder „Lieblingstassen“, die man nicht einfach benutzen darf. Der (unbewußte) Druck, sich neu zu arrangieren, trifft auf den Druck durch Wiederaufnahme stressiger Arbeitswege. Und natürlich kommt auch noch die rein arbeitsbezogene Anpassung der Abläufe hinzu.

Vier bis fünf Wochen dauert es, bis alles wieder rund läuft. Diese Zeitspanne entspricht ungefähr der Zeit, bis ein Verhalten bei einer Arbeitswoche von fünf Tagen Routine wird. Damit das neue Gewöhnen nicht zum Abgewöhnen wird, muss man es deutlich benennen. Visualisiert man die Zeit zusätzlich durch einen Kalender oder einen Countdown in der Teeküche, wirkt oft schon der Blick darauf entlastend. Es muss noch nicht alles perfekt sein, man kann ja miteinander reden. Und nebenbei hat man sich nach vier bis fünf Wochen auch wieder an das Miteinander reden gewöhnt.

Neue Impulse wahrnehmen

Neue Ideen haben es leichter, wenn man entspannt ist oder wenn etwas Ungewöhnliches passiert. Diese Erkenntnis macht sich eine Bewegungsübung zu Nutze, die sich mit normaler körperlicher Beweglichkeit leicht durchführen lässt. Sie sitzen oder stehen locker mit geradem Rücken und etwa hüftbreit aufgestellten Beinen. Richten Sie den Blick ohne besonderen Fokus entspannt geradeaus.

Sie heben das linke Knie an und berühren es mit der rechten Hand. Dabei bewegen sich Knie und Hand bei geradem Rücken aufeinander zu, sodass die Mittelachse des Körpers überkreuzt wird. Anschließend führen Sie beides wieder zurück, stellen den Fuß wieder auf und bewegen nun das rechte Knie auf die linke Hand zu, der Rücken bleibt gerade und der Blick geradeaus, sodass sich Knie und Hand überkreuz der Mittellinie des Körpers treffen. Und wieder zurück.

Führen Sie die Bewegungen im Wechsel der Seiten langsam und ohne Ehrgeiz für eine halbe Minute oder länger konzentriert durch. Anschließend bleiben Sie für eine halbe Minute oder länger auf der gleichen Körperseite und berühren im Wechsel mit der linken Hand das linke Knie und mit der rechten Hand das rechte Knie. Danach erneut überkreuz und wieder eine halbe Minute oder länger. Wechseln Sie mehrfach zwischen der Überkreuzbahn und der Parallelbewegung für jeweils mindestens eine halbe Minute und beenden Sie alles mit der Überkreuzbahn.

Die Übung stimuliert zahlreiche Gehirnregionen und erhöht auch den Botenstoff Dopamin im Blut. Dieser Botenstoff macht es zusätzlich zu der entspannenden Wirkung der Übung leichter, neue Impulse wahrzunehmen.

Wie wird's werden?

Unsicherheit kann unfähig machen, Entscheidungen zu treffen. Denn wenn Ablenkung durch Arbeit oder Freizeitaktivität nicht ausreicht, kommt die Frage „Wie wird es im nächsten Jahr weitergehen?“ immer wieder hoch.

Beppo der Straßenkehrer in Michael Endes „Momo“ kehrt selbst die längste Straße Strich für Strich. Er schaut nicht immer zum kaum sichtbaren Ende und seufzt über den langen Weg. Er überlegt auch nicht, ob er den Besen lieber anders halten sollte, um schließlich am Ende optimal anzukommen.

Wenn die Sorgen und Befürchtungen überhand nehmen könnten, nehmen Sie sich doch einen Tag Sorgen-frei. Nur einen Tag. Oder einen halben, wenn Ihnen ein Tag zu lang erscheint. Vielleicht auch nur eine Stunde. Stellen Sie sich den Handy-Alarm und machen Sie ansonsten mit dem weiter, was Sie sowieso tun, Strich für Strich. Wenn sorgenvolle Gedanken auftauchen, vertrösten Sie diese auf später.

Sorgen spielen sich im Kopf ab und beeinflussen die Körperfunktionen. Wir denken uns Szenarien aus, die mehr oder weniger wahrscheinlich sind. Die Schultern ziehen sich zusammen, die Atmung wird flacher. Unsere innere Stimme wird von lauter Gehirn-Geplapper übertönt. Sie wird dadurch immer leiser und leiser. Wir merken nicht mehr, was uns wirklich gut täte.

Mit einer Stunde, einem halben oder einem Tag Sorgenpause geben Sie Ihrem Körper Zeit zur Erholung und Ihr Kopf ist beruhigt, schließlich darf er sich anschließend wieder Sorgen machen. Aber vielleicht hat er dann schon ein besseres Thema gefunden.

Nachfolge im elterlichen Unternehmen

Es geht um die Familiennachfolge im ländlichen Raum. Soll der Sohn das Unternehmen der Eltern weiterführen? Er ist längs in der Großstadt beheimatet und hat nach der Ausbildung im elterlichen Betrieb eine eigene Karriere aufgebaut.
Im Coaching wird deutlich, dass in ihm zwei Werte konkurrieren. Er will das, was seine Eltern aufgebaut haben, unbedingt erhalten. Andererseits fühlt er sich auch stark seinem eigenen Weg verpflichtet.

Über verschiedenen Coaching-Methoden wird erkennbar, dass seine Eltern ihm vor allem „gelebtes Unternehmertum“ vermittelt haben. Ihm kommt in den Sinn, dass auch bei seiner eigenen Karriere der nächste Schritt ansteht. In ihm reift der Entschluss, mit einer eigenen Unternehmensgründung das „gelebte Unternehmertum“ für sich zu verwirklichen. Das Unternehmen der Eltern findet externe Nachfolger.

Das eigene Ding machen?

Die Klientin hat einen herausfordernden Job in einem internationalen Unternehmen, den sie erfolgreich ausfüllt. Die Geschäftsstrategie des Unternehmens ändert sich jedoch häufig und mehr als einmal hat sich das Personalkarussell gedreht. Im Coaching möchte sie klären, ob die Selbstständigkeit eine Alternative wäre. Ihre Berufserfahrung und die zahlreichen Weiterbildungen stimmen sie zuversichtlich. Auch eine Geschäftspartnerin hätte sie schon. 

Im Coaching kommt zur großen Überraschung der Klientin heraus, dass ihre Unschlüssigkeit mit ihrer potenziellen Geschäftspartnerin zusammenhängt. In der Hoffnung, diese würde die fehlenden Kompetenzen einbringen, hat die Klientin ignoriert, dass die Arbeitsauffassung der Partnerin nicht mit der ihren übereinstimmt. Als Ergebnis der zwei Stunden steht fest: Selbstständigkeit ja, doch allein, nachdem eigene Kompetenzen entsprechend erweitert wurden.

Stimmen aus der Praxis

"Ich war unglaublich erleichtert, weil die Entscheidung plötzlich so klar war. Egal wie lange ich allein gegrübelt oder mich mit Freunden und Familie beratschlagt hätte, so klar wäre das Ergebnis niemals ausgefallen." Ariane Roth, Paderborn

Häufig gestellte Fragen

Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen, heißt noch nicht, die Umsetzungswege zu kennen. Umsetzungswege zu kennen, heißt noch nicht, diese zu gehen ...