Allmers, Trautmann, Magnussen. On the Way to New Work

Buchbesprechung

Das Thema des „anderen Arbeitens“ liegt zwar besonders beim Jobwechsel, dem Schritt in die Selbstständigkeit oder beim Übergang in den Ruhestand nahe. Doch auch Angestellte fordern zunehmend „neue“ Arbeitsmodelle ein. Unter Umweltaspekten und Berücksichtigung familiärer Vereinbarkeit ist „New Work“ überfällig. Die Autor*innen erkunden, was wirklich neues Arbeiten ausmacht, und fassen einzelne Bereiche in drei übergeordneten Feldern zusammen.

Ein starkes Ich

Die Basis neuen Arbeitens ist eine starke Persönlichkeit, die die eigenen Bedürfnisse kennt (Selbstreflexion, Sinnfindung) und in allen Bereichen ernst nimmt (z.B. Gesundheit, Freiheit, Kreativität). Erfüllende, sinnvolle Arbeit endet nicht mit dem Übergang in den Ruhestand. Das Gehirn kann sich permanent verjüngen, wenn man die richtigen Gewohnheiten etabliert (Tipps dazu im Buch auf Seite 73).

Besonders inspirierend in diesem Abschnitt: Vermeintlich unproduktive Bereiche werden explizit in den Prozess einbezogen, sodass das „neue“ Arbeitsverständnis in der Tat umfassender ist als das, was wir (leider) immer noch zu oft in der Praxis sehen.

Ein starkes Wir

Zunächst werden ein paar Schlagworte neuer Arbeitsweisen entzaubert und auf maximal eineinhalb Seiten auf die wirklich relevanten Kernpunkte zurückgeführt. Daher liefert dieses Feld einen Kurzleitfaden für Unternehmen, die nicht auf ausgetretenen Arbeits- und Organisationspfaden laufen möchten – oder es nicht mehr können, weil die Branche sich gewandelt hat.

„Wir“ kann nicht existieren, wenn man sich nicht über die Form des „Wir“ austauscht und gemeinsame Ebenen findet. Folgerichtig nimmt die Kommunikation (wie, wo) einen zweiten großen Raum innerhalb des zweiten Feldes ein. Erst danach kommt der dritte große Abschnitt: Führung, Ziele, Kultur. Die gewohnte Reihenfolge somit bei „New Work“ umgedreht.

Eine starke Gesellschaft

Der Blick über den Tellerrand des Unternehmens ist uns aus dem Stakeholder-Ansatz geläufig. Während dort aber reale Räume (Stadt, Gemeinde) oder konkrete Beziehungen (zuliefernde Unternehmen, Kund*innen, Geldgebende, Mitarbeiter*innen) im Fokus standen, sind es jetzt die Meta-Ebenen: Bildung, Diversität, Technologie, Nachhaltigkeit und Utopien.

Auch als Gesellschaft benötigen wir erstrebenswerte Ziele. Das kann nicht nur „mehr von“ im Sinn von Konsum und auf Basis bisheriger Wirtschaftskennzahlen sein. Wir können spüren, individuell und als Gesellschaft, wohin es uns zieht, was unser Herz begeistert. Das gibt uns, allein und gemeinsam, die Energie, die wir dringend benötigen. Die Lektüre ist immer wieder Inspiration: Gemeinsam schaffen wir den Wandel.

Ihre Gudula Buzmann

 

Allmers, Trautmann, Magnussen. On the Way to New Work
Wenn Arbeit zu etwas wird, was Menschen stärkt
Vahlen
Klappenbroschur
ISBN 978-3-8006-6659-1

Buchcover On the Way to New Work

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