Mit dem Worst Case auf Ideen kommen
Ergänzend zu den zuvor genannten Ideen für erträglichere Temperaturen kann man das Entstehen neuer Ideen durch gedankliche Extrem-Szenarien befördern. Dazu stellen wir einigen der im vorigen Artikel genannten Risiken eine Frage gegenüber, die mit dem Gegenteil zu tun hat:
- Höhere Logistikkosten: Was wäre, wenn ich nur noch das verkaufen würde, was keine Logistikrechnung zur Folge hat? Ergebnis zum Beispiel regionale Produkte aller Art (Lebensmittel, Kunsthandwerk, Pflanzen aus privaten Gärten etc.), oder regional verfügbares Gebrauchtbuch, regionale Verlagsproduktion und E-Lesestoff.
- Ware als Ladenhüter: Was wäre, wenn ich gar keine Ware mehr verkaufen kann, jedoch alles, was als Dienstleistung mit der Ware zusammenhängt? Für Textiler könnten es Nähkurse sein, für Küchenstudios Kochkurse, für Buchhandlungen die Teilnahme an einer Schreibwerkstatt oder die Neuordnung einer privaten Bibliothek (ja, es gibt sie noch).
- Finanzierungskosten: Wie finanziere ich, wenn mir keine Bank einen Cent leiht? Der Lieferant könnte auf Kommission liefern, sodass die Ware erst nach Verkauf bezahlt wird. Vorkasse wäre eine weitere Option im Verkauf von Ware auf Bestellung. Und auch Geschäftspartner könnten als Kreditgeber infrage kommen, über die Kommission hinaus.
Fazit: Den Kopf frei machen, indem man in Extremen denkt und dann auch möglichst nicht nach drei Ideen aufhören. Je mehr Ideen man entwickelt, desto „komischer“ werden diese – und münden vielleicht in ein neues, innovatives Geschäftsmodell.