Wie geht es dem Buchhandel?
Wie geht es welcher Branche? Wo wurde vor Weihnachten am meisten gekauft? Konnte der Umsatz gesteigert oder zumindest auf dem Vorjahresniveau gehalten werden?
Wer nur das Weihnachtsgeschäft und den Dezember betrachtet, ingnoriert die ergriffenen Chancen aus 11 weiteren Monaten. Wenn Produkte nicht mehr physisch unter dem Weihnachtsbaum liegen, weil stattdessen Events verschenkt werden, wenn Kosmetikprodukte schon im Grundschulalter zu den Wünschen gehören und Elektronik immer noch dominiert, scheinen Bücher völlig abgehängt.
Dennoch können Branchenmitglieder gut dastehen. Einige Buchhandlungen betätigen sich bereits als Reiseveranstalter auf literarischen Spuren, andere weisen auf Eintrittskarten zu den Lesungen als Weihnachtsgeschenk hin. Auch Buch-Abos liegen unter dem Baum, die Bücher kommen dann im Lauf des Folgejahres. Die Buchhandlungen erwirtschaften den im Dezember nicht erreichbaren Umsatz in anderen Monaten. Sie nehmen neue Produkte ins Sortiment auf, die noch gar nicht in alle Branchenstatistiken einfließen, ihnen aber stabile Rentabilität sichern.
Es gibt keinen Grund zum Schwarzsehen. Die Buch-Community findet online, vor allem aber immer noch offline statt. „Der Buchhandel“ ist nicht gleich „die Buchhandlung“. Tipps dazu und natürlich auch Kommentare zur aktuellen Zahlenbasis der Buchbranche im Branchenpodcast „Willkommen im Laden #13 – Pressegespräche“.