Was kann weg?
Etwa 200 Buchhändlerinnen und Buchhändler hatten sich zumindest den 7. und 8. Mai freigeräumt, um auf dem diesjährigen Libri.Campus in Bad Hersfeld für Impulse und Ideen offen und „gierig auf Neues“ zu sein.
Wenn Neues in den Arbeitsalltag Einzug halten soll, stellt sich also die Frage, was genau entsorgt werden kann.
Weg kann alles, was sich längst überholt hat und nur noch aus Nostalgie betrieben wird.
Weg kann auch, was Kundinnen und Kunden immer weniger nachfragen. Man muss nicht warten, bis der letzte Kunde mit dem letzten Wörterbuch den Laden verlassen oder die letzte Kundin die letzte CD gekauft hat. Für Veranstaltungsformate mit zurückgehenden Teilnehmerzahlen gilt das erst recht.
Weg kann alles, was bei anderen besser aufgehoben ist: die Handarbeitsbücher im Wollgeschäft (das wäre übrigens eine gute Kooperation), die monatlichen Gehaltsabrechnungen bei einem guten Dienstleister oder die Vorbereitung der Häppchen für den Autorenabend bei einem Catering-Start-up.
Weg kann übrigens das meiste von dem, was wir noch auf Papier aufbewahren. Wer sich bei den aus steuerlichen Gründen aufzuhebenden Unterlagen unsicher ist, fragt dafür am besten das Steuerbüro oder das Finanzamt. Dort erfahren Sie auch, welche Fristen und Richtlinien für Digitales gelten.
Eindrücke und inhaltliche Kommentare zum Libri.Campus ausführlicher bei „Willkommen im Laden“, Folge 17.