Der Weg der Selbstständigkeit

Viele Selbstständige mit einem von Angestellten geprägten persönlichen Umfeld sind mit begeisternden Visionen des zukünftigen Unternehmertums gestartet und werden anschließend täglich mit neuen Realitäten konfrontiert. Eine flapsige Bemerkung wie „Na, da siehst Du, wie es wirklich ist.“ hilft nicht weiter und stimmt vor allem nicht, denn jede „Wirklichkeit“ muss erst einmal für wirklich gehalten werden, um zu wirken. Zwei Beispiele:

  • Überarbeitete Menschen glauben oft nur an eine Wirklichkeit und verlieren den Blick für Alternativen.
  • Wer noch im Angestelltendasein feststeckt und nicht genug darüber nachgedacht hat, was der Unterschied zwischen der operativen Ebene und der Unternehmensführung auf der übergeordneten Ebene ist, ist quasi noch „im falschen Film“.

„Kein Unternehmer!“ lautete daher das lakonische Urteil in einem Gespräch über einen gemeinsamen Bekannten. Gemeint war ein fehlender oder verschütteter Sinn für Möglichkeiten, eine nicht erkennbare Fähigkeit, sich selbst auch bei Enttäuschungen immer wieder zu hinterfragen und aus dem Emotionstief zu ziehen.

Vielleicht fehlte aber auch nur die Zeit und ein freier Kopf für die Reflektion der Umstände. Unternehmerisch denken und handeln kann man auch allein, aber man muss sich – mit oder ohne Angestellte – selbst immer wieder neu ausrichten, im Fall der Fälle zusätzlich das Team durch Tiefen und über Höhen führen, sich nicht vor irgendwelche Karren spannen oder instrumentalisieren zu lassen. Damit das klappt muss man sich Freiräume zur Reflektion sichern, sich immer wieder hinterfragen und sich immer wieder auf einen Weg zu begeben, bei dem man den Erfolg oft genug (noch) nicht sehen kann.

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