Sollbruchstellen

Sollbruchstellen kennt man vor allem bei Produkten. Da geht etwas unter Belastung kaputt, was eigentlich noch gar nicht so alt ist, nur damit die Nachfrage nach Neuem steigt.

Nun hat jede und jeder von uns auch so ihre bzw. seine Sollbruchstellen. Diese zeigen sich altersunabhängig scheinbar plötzlich unter Belastung, Stress, bei chronischer Angespanntheit oder einfach, wenn alles irgendwie gerade zu viel ist. Dann meldet sich die Schulter, die Haut, der Magen oder der Reizdarm. Bei anderen leidet unter Stress das Gehör oder das Sehen, wieder andere bekommen Herzrasen oder Migräne.

Man hat sich zu viel aufgeladen und das ist zum aus der Haut fahren. Die Situation schlägt schon seit längerem auf den Magen, weil eine Entscheidung schwer zu verdauen ist. Außerdem kann man es nicht mehr hören, was andere von einem fordern. Man schaut weg – und doch dreht der Motor hoch und die aussichtslose Lage bereitet Kopfschmerzen.

Wer auf die Worte achtet, mit denen die eigene Beschwernis anderen mitgeteilt wird, bekommt einen ersten Anhaltspunkt für die Lösung scheinbar auswegloser Situationen. Sie beginnt auf der gleichen Ebene: Ich muss das erst einmal verdauen, sollte auf meine innere Stimme hören und brauche dringend einen freien Kopf.  Während man im Coaching gezielt nach alternativen Verhaltensweisen sucht, macht man sich im Mentaltraining die Hinweise zunutze, um über Entlastungstechniken, innere Bilder und leichte Körperübungen Verarbeitungsprozesse anzustoßen oder zu unterstüzten. Wenn der Kopf frei ist und körperliche Beschwerden nicht mehr dominieren, findet die eigene Kreativität zur Lösung von Problemen auch wieder Gehör.

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